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SchwimmbadVon Mirat TuranVeröffentlicht am 4 Min. Lesezeit

Bericht von einer laufenden Baustelle in Pia im Département Pyrénées-Orientales: Nach den Erdarbeiten und dem Abtransport des Aushubs haben unsere Teams die Stahlbeton-Bodenplatte des Beckens hergestellt. Das Aufmauern der Betonwände in Schalung hat begonnen.

Pia · Pyrénées-OrientalesConstruction d'une piscine bétonChantier en cours
Bau der Betonwände in Schalung eines Betonschwimmbads in Pia durch MCI Construction

Alles beginnt mit dem Einmessen. Vor dem ersten Baggerhub wird die genaue Lage des Beckens auf das Gelände übertragen: Sie bestimmt später das Lot der Wände und die endgültige Geometrie des Schwimmbads. Ein ungenaues Einmessen rächt sich in jeder weiteren Phase des Rohbaus.

Es folgen die eigentlichen Erdarbeiten mit dem Aushub des Beckens. Diese Phase schafft den Raum, in dem das Schwimmbad entsteht: Sie ist kein bloßes Loch, sondern der erste Schritt des Bauwerks — derjenige, der alles Weitere bestimmt.

Der bei den Erdarbeiten anfallende Boden wird aufgenommen und von der Baustelle abgefahren. Diesen Vorgang unterschätzt man häufig, wenn man sich sein Vorhaben vorstellt: Der Aushub für ein Schwimmbad ergibt eine erhebliche Menge Erdreich, die vom Grundstück entfernt werden muss, um die Zufahrt frei zu halten und den Teams sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Anschließend wird die Beckensohle für die Bodenplatte vorbereitet.

Der Boden des Schwimmbads wird nicht direkt auf das Erdreich betoniert. Zunächst wird er eingeschalt: Die Schalung begrenzt die Bodenplatte genau, hält den Beton beim Einbringen zusammen und sorgt für saubere, zum ursprünglichen Aufmaß rechtwinklige Kanten.

In diese Schalung wird die Bewehrung eingelegt. Das ist das Herzstück der Arbeit: Auf diesem vor dem Betonieren aufgenommenen Foto erkennt man das Stahlraster, das die gesamte Fläche des Beckens einnimmt, sowie die Bewehrungseisen, die ringsum senkrecht herausragen. In diesem Stadium wird nichts dem Zufall überlassen, denn sobald der Beton eingebracht ist, lässt sich nichts mehr ändern.

Zwei Lagen Baustahlmatten ST25 und Schalung der Bodenplatte eines Betonschwimmbads in Pia
Vorbereitung der Stahlbeton-Bodenplatte mit zwei Lagen ST25 vor dem Betonieren.

Die Beckensohle wird als rund 25 cm starke Beton-Bodenplatte ausgeführt. Die Bodenplatte ist die tragende Platte des Schwimmbads: Sie nimmt die Kräfte auf, und auf ihr setzen die Wände auf.

Anders gesagt: Ein Betonschwimmbad beurteilt sich nicht allein an seinem Belag, wenn das Wasser einmal eingelassen ist. Es beurteilt sich an dem, was in genau dieser Phase geleistet wurde, solange noch alles sichtbar ist — und das ist genau die Rohbauarbeit, die wir täglich ausführen.

Die Bodenplatte dieses Schwimmbads ist mit zwei Lagen Baustahlmatten ST25 bewehrt: eine Lage im unteren, eine im oberen Bereich der Platte. Beton nimmt Druck sehr gut auf, Zug dagegen schlecht; diese Kräfte übernimmt der Stahl, und zwei Lagen erlauben es, in beide Richtungen zu arbeiten.

In dieser Phase wird auch die vertikale Anschlussbewehrung gesetzt. Es sind jene Stähle, die auf dem vorigen Foto rund um das Becken herausragen: Sie sollen die Verbindung zwischen der Bodenplatte und den späteren Wänden herstellen. Ohne sie wären Sohle und Wände nur zwei einfach aufeinandergesetzte Bauteile.

Diese Anschlusseisen werden vor dem Betonieren ausgerichtet und an der Bewehrung festgebunden. Das ist ein wichtiger Punkt der Arbeitsweise: Ein schlecht platziertes oder nicht sauber gerödeltes Anschlusseisen verschiebt sich beim Betonieren, und man merkt es erst beim Aufmauern der Wände — wenn es zu spät ist, um es sauber zu korrigieren.

Die Bodenplatte wurde mit einer Betonpumpe eingebracht. Das hat zwei Vorteile. Zum einen gelangt der Beton bis zum Becken, ohne dass Maschinen am Rand der Baugrube fahren müssen — je nach Zufahrt zur Baustelle und Zuschnitt des Geländes ist das oft die einzig gangbare Lösung.

Zum anderen erlaubt die Pumpe einen gleichmäßigen Einbau über das gesamte Becken. Eine Bodenplatte muss in einem Zug betoniert werden, ohne Arbeitsfuge und ohne Unterbrechung: Nur so ist die Platte homogen.

Der auf dieser Baustelle verwendete Beton ist ein wasserabweisender Beton. Diese Eigenschaft verbessert das Verhalten des Betons gegenüber Wasser, sie ersetzt jedoch nicht die weiteren für das Becken vorgesehenen Maßnahmen und den Belag: Sie ist ein Bestandteil des Bauwerks, keine Lösung, die für sich allein alles Übrige überflüssig machen würde.

Nach Fertigstellung der Bodenplatte konnte das Aufmauern der Wände beginnen. Die Wände des Schwimmbads werden aus Schalungssteinen errichtet, die rund um das Becken versetzt und aufgemauert werden, in Fortführung der in der Bodenplatte belassenen vertikalen Anschlussbewehrung.

Das ist die Phase, die derzeit auf der Baustelle in Pia zu sehen ist: Das Becken wächst aus dem Boden, und seine Volumen werden ablesbar. Das Foto am Anfang dieses Artikels zeigt die Baustelle in diesem Stadium, mit den im Aufbau befindlichen Wänden und den weiteren Maurerarbeiten rund um das Becken.

Die Baustelle läuft bis heute weiter. Wir werden demnächst über den Fortgang dieses Projekts berichten, mit dem Fortschritt der Wände und den nächsten Schritten am Schwimmbad.

Wer sich über ein Schwimmbad informiert, schaut meist zuerst auf die Form, die Wasserfarbe und die Gestaltung ringsum. Es sind jedoch die hier gezeigten Schritte — Einmessen, Erdarbeiten, Bewehrung, Bodenplatte, Anschluss an die Wände —, die über die Festigkeit des Bauwerks und seine Dauerhaftigkeit entscheiden.

Ein Betonschwimmbad ist ein vollwertiges Bauwerk aus Maurerarbeiten. Das ist unser ursprüngliches Handwerk, und deshalb führen wir diese Baustellen mit eigenen Teams aus: Der Rohbau eines Schwimmbads verlangt genau dieselben Fertigkeiten wie der eines Hauses.

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