
Von einem nicht ausgebauten Dachboden spricht man, wenn der Raum unter dem Dach im vorhandenen Zustand nicht bewohnbar ist: Zugang nur über eine einfache Luke, zu geringe Höhe oder ein Dachstuhl, der das gesamte Volumen einnimmt. Ein solcher Dachboden dient bestenfalls als Abstellraum und vor allem als Dämmebene zwischen Haus und Dach.
Als ausbaufähig gilt ein Dachboden, wenn er auf einem nennenswerten Teil der Fläche eine lichte Höhe unter dem First von mindestens 1,80 m aufweist und das Dach ausreichend geneigt ist, also mehr als etwa 30°. Auch der Dachstuhl spielt eine entscheidende Rolle: Ein traditioneller Dachstuhl lässt in der Regel Raum frei, während industriell gefertigte Nagelplattenbinder das gesamte Volumen belegen und ohne Eingriff in die Tragstruktur nicht verändert werden können. Schließlich muss die Decke die Last eines Wohnraums tragen können, was längst nicht bei jeder vorhandenen Decke der Fall ist.
Sind diese Kriterien erfüllt, ist der einfache Ausbau die direkteste Lösung: Verstärkung oder Neuaufbau des Bodens, Dämmung der Dachschrägen, Einbau von Dachfenstern, Anlage einer Treppe und Einziehen von Trennwänden. Das Haus gewinnt einen oder mehrere Räume, ohne dass die überbaute Grundfläche verändert wird.
Wenn ein Dachstuhl aus Nagelplattenbindern das Volumen blockiert, kann eine Änderung des Dachstuhls den Raum freimachen. Das ist eine Arbeit an der Tragstruktur, die von Fachleuten berechnet und ausgeführt werden muss: Jedes entfernte Bauteil muss ersetzt werden, damit die Standsicherheit des Daches erhalten bleibt.
Reichen Höhe oder Dachneigung nicht aus, bleiben die Aufstockung des Daches oder die Änderung der Dachneigung. Das sind schwere Eingriffe, die Tragwerk, Dacheindeckung und äußeres Erscheinungsbild des Hauses betreffen: Eine sorgfältige Vorstudie ist unerlässlich, bevor Sie sich festlegen.
Unter den Ziegeln heizt sich ein ungedämmter Dachraum im Sommer stark auf und lässt im Winter die Wärme entweichen. Im Klima von Narbonne zählt der sommerliche Komfort ebenso viel wie der winterliche: Die Dämmung der Dachschrägen muss so ausgelegt sein, dass sie das Eindringen der Wärme verzögert — dafür eignen sich insbesondere biobasierte Materialien wie Holzfaser- oder Hanfdämmung. Ebenso wichtig ist eine korrekte Belüftung von Raum und Dach, um Feuchtigkeit abzuführen und Kondenswasser zu vermeiden.
Ein häufig missverstandener Punkt der Vorschriften: Die RE2020 (französische Umweltvorschrift für Neubauten) gilt für Neubauten, nicht für die Sanierung des Bestands. Für den Ausbau vorhandener Dachböden gelten andere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Arbeiten. Je nach Ihrer Situation können zudem französische Förderungen für die energetische Sanierung (MaPrimeRénov', CEE, éco-PTZ) infrage kommen: Erkundigen Sie sich vor Baubeginn nach den geltenden Programmen.
Ein Dachausbau schafft Geschossfläche und verändert häufig das äußere Erscheinungsbild des Hauses, etwa durch den Einbau von Dachfenstern oder eine Aufstockung. Je nach geschaffener Fläche und den örtlichen Vorschriften ist eine déclaration préalable de travaux (vereinfachte französische Bauanzeige) oder ein permis de construire (französische Baugenehmigung) erforderlich. Am sichersten ist es, vor Beginn den PLU (kommunaler Bebauungsplan) und das Bauamt Ihrer Gemeinde zu konsultieren, insbesondere in den geschützten Bereichen der Innenstadt von Narbonne und der umliegenden Dörfer.
Jedes Dach ist anders: tatsächliche Höhe, Zustand des Dachstuhls, Tragfähigkeit der Decke, verfügbarer Platz für die Treppe. Eine Bestandsaufnahme vor Ort zeigt, was wirklich machbar ist, und erspart böse Überraschungen während der Bauarbeiten.
MCI Construction, Unternehmen für Maurerarbeiten und Rohbau in Narbonne, prüft Ihr Dachausbauvorhaben und erstellt einen kostenlosen Kostenvoranschlag. Das Unternehmen arbeitet in Narbonne und im Grand Narbonne, in den Corbières und im Minervois, an der Küste des Départements Aude und bis nach Béziers.